115. Tag ( Bali 2/15 )

Januar 8, 2007

Mein Hotelwechsel am zweiten Tag

Das Frühstück heute früh war ausschlaggebend, daß ich mich auf die Suche nach einem neuen Hotel gemacht habe. Vier halbe Toasts, ein Stück Butter und Marmelade (Tee und Kaffee gratis) und bei Nachschlag Aufpreis, haben mich sehr verärgert. Wenn ich meinen Tag mit einem leeren Magen beginnen soll, finde ich das nicht so toll. Das schlechte Frühstück allein ist ein Anlaß aber noch kein Grund, des weiteren waren Schimmelränder im Bad mit Termitenkolonie und 2cm dicke Staubschicht auf allen Schaltern, Simsen, Fernseher und Lampenschirm etc. dreckiger Kühlschrank und schmutzige Tischplatten. (bauliche Mängel, wie geplatzte Fliesen, abblätternde Farbe, kaputtes Waschbecken eine aus der Wand hängende Steckdose, abgeschlagene Kanten in der Waschecke waren nicht der Aufhänger für meinen Wechsel) Den ersten Tag bin ich mit der Rezeptionistin, bei der ich eingecheckt habe, schon einmal durch mein Zimmer gegangen und habe auf die Mängel hingewiesen, mit der Bitte diese zu beseitigen. Danach war ein Mangel beseitigt, von X ausstehenden. Danach habe ich sie nochmal angesprochen und bin dann in Begleitung eines englischsprachigen Roomboy (Zimmermädchen (männlich)) nochmal durch das Zimmer gegangen und haben ihm meine Bitten mitgeteilt. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück bin ich dann nur noch runter gegangen (das Hotel ist zweistöckig und das Restaurant im 1. Stock) und habe an der Rezeption nach gefragt, ob das mit dem Frühstück korrekt ist, daß nur vier halbe Toasts gebracht werden und danach kassiert wird. „Ja, hat der Chef so angeordnet.“. Hungrig bin ich dann in ein Taxi und bin zum nächsten Supermarkt mit Bananenangebot gefahren. Der Tag hatte keinen sehr guten Start (indonesische Form der Kritik z.B. „nicht sehr schön“ = „schlecht“).

Die Fahrt zum 10 Minuten entfernten Supermarkt, man kann die Strecke nicht zu Fuß zurücklegen, weil die Luftfeuchtigkeit bei bestimmt 70-80% liegt, und man sofort klatschnaß wäre, hat ca. 50 Minuten gedauert. War aber auch willkommene Gelegenheit über alles nochmal in Ruhe nach zudenken.

Mit einem Beutel mit 20 Bananen bin ich dann den Strand in Richtung des Hotels von K&K und M gelaufen. In der derzeitigen Konstellation waren, wir 10 Taxi-Minuten auseinander. Nachdem ich mich dann mit einem französischen Pärchen über Hotels und Preise unterhalten (of course in english, Mon Français n’est pas très bon et je ne sais pas que je peux parler et que surtout je peux comprender le language. À propos je pense j’ai oublier presque tout.) haben, haben sie mir einfach ihres empfohlen. Der Preis war auch sehr annehmbar, sie haben es über eine einheimische Freundin für 70.000 Rph ($7) pro Nacht bekommen (klimatisiert und mit Pool) und mir wurde dann ein Preis von $22 angeboten (der offizielle Preis). So damit hatte ich schon die Gewissheit zu wechseln und auch etwas anderes zu finden. Ich habe mir hier und auch bei allen weiteren Anfragen immer ein Zimmer zeigen lassen.

Ich bin dann weiter am Strand lang, ich war mittlerweile 20 Taximinuten von den anderen entfernt, das macht sich für Ausflüge und andere Sachen reichlich schlecht. Immer wenn mir ein Hotel von der Optik zugesagt hat, bin ich rein und habe nach Preise und einem freien Zimmer gefragt, gerade mal 5mal oder so. Beim vorletzten Mal bin ich dann in ein sehr schönes und offensichtlich sehr teures Hotel gekommen, großer Pool, Fitnessraum, Massageangebote und weitläufiges Gelände. Nur der Preis, der war erwartungsgemäß zu hoch, $205 pro Nacht. Beim nächsten Versuch bin ich dann fündig geworden, $30 ($12 Differenz), direkt am Strand, saubere Zimmer, TV, AirCon und 5min Fußweg zu K&K und M.

Ich bin von meinem Hotel enttäuscht gewesen, war eine Empfehlung einer Indonesierin (Kollegin). Daran merkt man wie weit die Vorstellungen auseinander gehen. Man sieht ja kleinere Mängel leichter nach, bei einem annehmbaren als bei einem hohen stattlichen Preis.

Hahnenkampf vor dem Supermarkt

Auf meiner Suche nach einem „zweiten“ Frühstück ;), bin ich genau in den Stau geraten, der sich um die Festlichkeiten für hinduistische Zeremonien gebildet hat. In der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr haben die Hinduisten (Bali ist 90% hinduistisch, im Gegensatz zum Rest Indonesiens, wo 88% Muslim sind) viele Götterverehrungen und Zeremonien. Am Ziel angekommen, wurde ich aber entschädigt und konnte traditionellen Trancetänzen und einen Hahnenkampf miterleben.

Heiligabend beim Mexikaner

K&K sind tagsüber am Strand lang gelaufen und Matze lag im Pool. Katja wurde ab dem Nachmittag mit Übelkeit beschenkt und alle hatten wir leichten Sonnenbrand. So saßen wir abends nun in unserer Vierer-runde beim Mexikaner, Katja leider nur Tee, ich auch Tee und Karl und Mathias das volle Programm mit Enchiladas und Tequilla. Beim Bier und beim Tequilla wäre mir fast eine Träne über die Wange gerollt, durch meine vom Arzt verordnete Schonkost mit viel Bananen, nichts Fettem, nichts Saurem, nichts Scharfem, nichts Süßem und keinem Alkohol wächst der Appetit auf alles andere als auf Bananen immens. So habe ich mir dann widerwillig heißen Tee bestellt. Besonders unangenehm, wenn dann wieder durch den Tee Hitzewallungen auftreten und man sich den Schweiß von der Stirn wischen muß – bei einer geschätzten Umgebungstemperatur von 30-32°C.

Das mexikanische Restaurant war in Terassenform aufgebaut und auf der zweiten Stufe stand hinter dem Tresen und der Zapfanlage der Weihnachtsbaum, dazu schöne Musik à la Buenavista Social Club. Keine unangenehme Atmosphäre gewesen.

Indonesische „Ostsee“

Dadurch daß wir schon seit September hier sind, relativiert sich vieles. Ebenso die Fremdheit und Exotik Balis. Man merkt schon einige Unterschiede zu Java doch was den Strand und meine ersten Eindrücke angeht, ist es so schön wie die Ostsee für den Ostdeutschen. Soll keine Abwertung sondern nur eine Relativierung sein.

Man merkt auch, daß es schon mal bessere Zeiten gab. Wir haben viele leerstehende Zimmer und Geschäfte gesehen und die Hotels an den Stränden sind auch nicht ausgebucht.

Mas-Mas“ … „F**ken, B**sen, Bl**en alles auf dem Rasen …

Mas-Mas“, in einer Tour wird es dir von irgendwem am Straßenrand zugerufen. Ich habe mich den ganzen Tag schon gefragt, was die wohl wollen „Hmm?.“. Auf dem Nachhauseweg vom Mexikaner, sind mir dann 2 Frauen auf einem Moped gefolgt. Wieder „Mas-mas!“. Wißbegierig wie ich bin, aber ich gefragt „Can you speak english?“,“ya“,“What is ‚mas-mas‘ ?“, (mit einem abfälligen Stöhnen eingeleitet) „(idiot) Fucking love!“ (In klammernstehend hat sie nicht gesagt, aber wohl gedacht.). „Uuuh.“ ist es mir kalt den Rücken runter gelaufen, zwei wirklich nicht ansehnliche dicke alte Frauen auf einem Moped mit einem solchen Angebot. „Pfui!“, mußte gleich an die Horrorvorstellung von „Rentersechs“ 😉 mit alten dicken (häßlichen) Frauen denken. (Nicht alle Rentnerinnen sind dick und/oder häßlich. Möchte ja nicht pauschalisieren, zumal meine Großeltern das hier auch lesen. *räusper) Anschließend habe ich gefühlte 5°C empfunden und habe kurzzeitig gefröstelt.

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