114. Tag ( Bali 1/15 )

Januar 8, 2007

Um 12.30 Uhr sollte unser Flug losgehen. Wir (Mathias und ich) sind gegen 9.40Uhr los, um pünktlich am Flughafen zu sein. Karl und Katja (im Folgendem nur noch K&K genannt), hatten sich separat in einem Hotel im Herzen Jakartas einquartiert. So daß sie von dort aus hin gefahren sind. Um 11 Uhr waren wir da und K&K bereits eine Stunde früher. Am Checkin war das erste Mal Probe für meine Heimreise – hinsichtlich des Übergewichtes. Fünfundzwanzig Kilogramm sind erlaubt und 29kg hatte ich, somit vier über ‚Normalnull‘, somit läßt sich erahnen, wieviel Übergewicht ich auf der Heimreise haben werde, wenn man bedenkt, daß ich meine große Reisetasche und die Hälfte der Sachen noch im Boardinghaus sind.

Um 5 für halb, haben sie jam tiga belas ( 13 Uhr) als nächsten Termin genannt, der dann auch verstrichen ist, so daß wir erst um 13.30 Uhr abgeflogen sind.

Ankunft laut Plan (+Verzögerung) beim Abflug. Am Flughafen haben sich unsere Wege schon getrennt: K&K und Mathias in einem Hotel und ich in einem anderen, 10min entfernt.

Mein Hotel nennt sich Restu Bali und ist mir von einer Kollegin empfohlen und mit Rabatt besorgt worden, so daß ich in der Hochsaison für ein schätzungsweise ***-Sterne Hotel ~42€ pro Übernachtung bezahle (nur Frühstück).

Wir sind um kurz vor 17Uhr (MEZ+6+1!) in unseren Hotels gewesen, ich denke KKM auch nicht viel später. Gegen sieben haben wir uns langsam auf den Weg gemacht, um uns irgendwo zu treffen. Auf dem Weg habe ich noch ein älteres Paar von Australiern angesprochen, um nach dem Weg zu fragen. Die haben mich erst nicht für voll genommen, weil ich mit „Hallo“ angefangen habe. Sie haben auch „hallo“ gesagt und sind weiter, bis ich ihnen dann nach gerufen habe, daß es nicht nach indonesischem Stil sei, sondern ich eine konkretes Anliegen habe. Die Indonesier grüßen, nämlich fast jeden Weißen – „Hello Mister, how are you?“. Ich habe gefragt, wie ich zum Strand kommen könnte. Ihre zweite Frage war gleich, ob ich aus der Schweiz oder aus Deutschland käme – ich höre meinen deutschen Akzent gar nicht ;). Naja nach einigem Hin- und Her haben sie mir dann recht einfach erklärt, wo ich lang müßte. Sehr amüsante Unterhaltung, vor allem hatte ich noch gerätselt, ob es Briten oder Amis wären. Der australischen Akzent ist mir noch fremd.

Ok, ab in ein Taxi und „Saya mau ke Legian Beach.“ (Wir sind in Westbali, Südostasiens Massentourismusziel in Kota neben Legian und S., der Abschnitt ist mehr als 6 Meilen lang). Netter Taxifahrer, er dachte ich möchte ins Hotel „Legian Beach“, dann habe ich ihm bedeutet, daß ich den richtigen Strand, da wo der Sonnenuntergang ist. Der zweite Anlauf war erfolgreich.

Abends am Strand, keine Laternen nur dunkle Gestalten. Ich will eigentlich nur KKM treffen. Dauernd tauchen aus dem Dunkel des Strandes makabere Gestalten auf, dann wieder die gleiche altbekannte Leier „Hello Mister. How are you?. Ich denke mir „Haut bloß ab!“, wenn man 10 Mal m Tag mit … ich verkneife es … Hello Mister … mir … How are you? … aaah, ich konnte es mir doch nicht verkneifen, es ist durch gekommen, angesprochen wird und das jeden Tag nervt es einfach. Nachdem ich dann fünf Mal am dunklen Strand angesprochen wurde, dachte ich mir bevor jetzt ihr noch jmd. kommt und mir Marihuana anbietet, nehme ich doch lieber wieder die beleuchtete Strandpromenade. Dort bin ich dann fast in eine Herde Frösche getreten, also Herde ist übertrieben, aber 6 waren es schon.

Getroffen habe ich das Trio in einem italienischen Restaurant, in dem es auch recht originale Pizzen gab, ach ich schreibe einfach mal Pizzas (ist bestimmt nach neuer deutscher Rechtschreibung auch gültig. „Pizzaaaaas“ – hört sich furchtbar an.)

Auf dem Rückweg im Taxi habe ich mal auf das Taxameter geachtet, laut einer investigativen Reportagenreihe (vergleichbar Monitor in der ARD), sollen Taxameter mit auffällig schnell blinkendem Punkt in der rechten unteren Ecke getürkt sein, und zügiger abrechnen. Daraufhin habe ich den Fahrer nach und nach gefragt, ob das Taxameter denn ok sei und was das schnelle Blinken zu bedeuten hat und … solange bis er beteuert hat „I only earn honest money, no rapid money. I’m Balinese. If you don’t trust me, go to another taxi and compare, here is my ID-card and if you pay less, you get all your money back.“. Hmm, die aufkommende Nervosität und seine Erklärung haben mich einigermaßen beruhigt und meine Zweifel gedämpft, aber vielleicht sind diese Beteuerungen ja auch Teil des Programms. Zumal das Taxameter nicht in 250Rph-Schritten, wie sonst in Jakarta üblich gelaufen ist, sondern in 400Rph-Schritten. Naja die Zukunft wird es zeigen. Selbst wenn es ein Betrüger ist, hat er mich nicht mehr als um einen €uro betrogen.

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