Archive for Januar, 2007

129.Tag (-21)

Januar 8, 2007

We are back in Jakarta.

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123. Tag ( Bali 9/15 )

Januar 8, 2007

Regen und Sturm den ganzen Tag

Heute am Neujahrstag stürmt und regnet es unaufhörlich. Zum Hotelrestaurant muss ich mich durch eine lange Pfütze – Herbst in den Tropen. Der Himmel ist grau und dunkel und die Temperatur ist knapp über 25°C. Ich friere zum Frühstück um 12Uhr fast mit meinem T-Shirt und meinen Shorts, während mir Niesel ins Gesicht schlägt. Es regnet schon solange, daß der Pool beinahe überläuft, nur knapp unter der Kante hört das Wasser auf zu steigen.

Entwicklungshelfer aus Banda Aceh

Am Mittagstisch ( zum Frühstück ) habe ich dann zwei Entwicklungshelfer aus Banda Aceh kennen gelernt, zwei Kanadier. Eine Englischlehrerin und ein Manager für die Organisation der Projekte, beide sind für erstmal zwei Jahre hier.

Sie mit Nachname Schneider und mit Vorfahren aus Deutschland, die nach Ende des Krieges nach Südamerika gegangen sind, sehr wahrscheinlich auch ehemalige braune oder schwarze Uniformträger und Mitstreiter der Bewegung, hat auch zwei Jahre in Deutschland einen Teil ihres Studiums absolviert – an den Universitäten in Bamberg und in Hamburg.

Er hat auch Vorfahren aus Deutschland und ebenso aus Schottland. Das interessante an seinen Vorfahren war für mich, daß sie vor dem Krieg aus Deutschland nach Kanada emigriert sind und danach wieder zurück nach Ostdeutschland sind. Aber wieder und zwar dauerhaft nach Kanada ausgewandert sind. Dabei läßt sich auch vermuten, daß sie aufgrund der Mißstände in der SBZ und der späteren DDR in den frühen 50er Jahren, das Land wieder verlassen haben.

Beide sind über ein 3jähriges Voluntariat zur Entwicklungsarbeit gekommen, in dem sie recht einfach in einem Haus mit nur dem Nötigsten auskommen mußten. Stelle ich mir ziemlich schwierig vor, wenn man nur mal an die chemische Keule gegen Ameisen in der Küche denkt. (Hier in den Tropen sind überall Ameisen/Termiten. Selbst auf der Toilettenbrille.)

Im Gespräch mit den beiden habe ich heraus gefunden, daß ich ja schon mal formell in Asien war, nämlich in Israel, obwohl Israel wahrscheinlich eher als östlicheste Exklave der westlichen Welt und Enklave in einer (feindlichen) arabischen Umgebung angesehen werden kann, als ein Teil Asiens. (Mir sind die Fakten der geographischen Zugehörigkeit bekannt. 😉 )

Als wir auf Afrika und Urlaub zu sprechen kam, fiel dann „Athiopien“. Urlaub? Was Urlaub in Athiopien? Natürlich nicht nur, neben der Arbeit als Entwicklungs- und Aufbauhelfer haben sie dort auch Urlaub gemacht. Ihrer Aussage zufolge ist durchschnittliche Pro-Kopf Einkommen in Indonesien viermal höher als in Athiopien mit $500 im Vergleich dazu Deutschland ~$25.000. Mancherorts gibt es Gegenden in denen man mehrere Tage braucht, um zu nächsten befestigten Straße zu gelangen und selbst in Addis Adeba (der Hauptstadt) soll es neben Hochhäusern auch Lehmhütten geben (die nicht einmal einen Schornstein für den Abzug des Rauches der Feuerstelle haben).

122. Tag ( Bali 08/15 )

Januar 8, 2007

Jahreswechsel auf Bali – New Years Eve

Viel Getröte und viel Stau, große Massenaufläufe und laute Musik. Für mich ein gewöhnlicher Jahreswechsel.

121. Tag ( Bali 7/15 )

Januar 8, 2007

Endlich wieder Salami!“ … Besuch in einer deutschen Gaststätte

Heute, Samstag einen Tag vor Silvester, waren im Mama’s German Restaurant, um mal wieder „ordentliches“ deutsches Essen zu haben. Ich habe mir zu meinem Thunfischsalat auch eine kleine Beilage bestellt, Rotkohl –sangat enak!

Das Restaurant von einem Deutschen geleitet, war auch vom Auftreten sehr deutsch. Sauberes Geschirr und Besteck und doppeltes Arbeitstempo, sehr straff und zügig. Wir saßen gegenüber der Küche, die im Stil einer amerikanischen Küche offen und einsichtig war, so daß wir auf unser Essen wartend, der Arbeit der Köche zuschauen konnten. Wir waren gerade zu einer Stoßzeit dort, so daß die Köche sehr stark beeilen mußten, um die Gäste nicht zu lange warten zu lassen. Durch die Einsicht in die Arbeit der Köche und dadurch, daß man als Gast mitbekommen hat, daß sie nicht Däumchen-drehen, war es ziemlich unterhaltsam und wir hatten mehr Verständnis für die Wartezeit.

My name is Lindon.“ [Mai näem is Linden]

Nach der Rückfahrt mit dem Taxi beim Aussteigen habe ich dann einen meiner australischen Nachbarn kennen gelernt. Meine Güte, hat der einen Akzent. Das Zuhören erfordert doch schon eine enorme Konzentration.

Irgendwie überkam es mich zu fragen, ob er wissen würde, ob einer seiner Vorfahren ein verbannter Sträfling gewesen. Ja er wußte es und es war an dem. Ebenso wußte er auch, daß er ein Achtel deutsches Blut hat. Um mal noch ein Stereotyp aufzugreifen, habe ich ihn auch noch gefragt, ob er auf einer Farm lebt, kam mir so in den Sinn. Ja er lebt auch auf einem Bauernhof, in einer Kleinstadt in der Nähe Brisbane. Womit dann mein geographisches Wissen über Australien überfordert wurde. Interessantes Gespräch über seinen Beruf und vieles Andere. Er ist zusammen mit den Eltern seiner Freundin hier und ihren Brüdern. Kurze Zeit später kamen Ned und Billy auch noch hinzu. Billy, stammt über Bill vom Namen William ab. Aber Ned ? Hmm.

120. Tag ( Bali 6/15 )

Januar 8, 2007

Unterwegs mit Fahrer und Jeep – 1.Ausflug auf Bali

 

Heute am Freitag dem 29.12. sind wir mit einem gemietetem Jeep und Fahrer (für € 25 den ganzen Tag) zu einem kleinen Ausflug unterwegs gewesen. Zu einer typisch balinesischen Tanzveranstaltung und nach Ubud mit Restaurant am Vulkan und Rundgang auf einer Plantage um Touristen Früchte und ihr Vorkommen an der Pflanze zu zeigen. So wächst die Ananas auf dem Boden auf einem Strauch und der Kakao auf Bäumen, als Schoten.

 

Katja war an sehr vielen Tempeln interessiert, deshalb haben wir uns mehr als fünf, sich nicht sehr stark unterscheidende, Anlagen angesteuert. Ich pauschalisiere jetzt mal ganz schroff und sage, wer Tempel sehen will, der braucht sich nur einen anschauen und hat damit alle gesehen. (Ratschlag für den normalen Touristen).

 

 

Ingwer- und Limonengrastee + Balikaffee – Kostprobe auf einer Plantage

 

Auf der besagten Plantage, eigens für Touristen eingerichtet (wer hätte das gedacht ;)), konnte man dann sehr leckeren Tee aus Limonengras und Ingwer probieren. Dazu selbst angebauter Tabak und Balikaffee.

Beim Tabak konnte ich nicht widerstehen und habe mir erstens wieder mal eine Zigarette gedreht und zweitens probiert, aber nur gepafft. Hat wie Zigarre geschmeckt.

Die Tees haben sehr angenehm geschmeckt, der Limonengrastee sehr mild und süffig und der Ingwertee nicht unerwartet scharf.

Balikaffee ist mir nicht mild genug, obwohl es daran liegen kann, dass die Indonesier überhaupt einen anderen Kaffeegeschmack als die Deutschen haben. Kann man jedenfalls annehmen, wenn man sieht, daß mehrheitlich Sofortkaffee angeboten wird (Wollte mal keinen Angelizismus nutzen, wer nicht darauf kommt, klar Instantcoffee ist gemeint.).

116. Tag ( Bali 3/15 )

Januar 8, 2007

Mein erster Urlaubstag

Sonne, gutes Frühstück, gutes Zimmer, Hotel am Strand und keine Probleme – mein erster entspannter Urlaubstag.

Das Frühstück war reichhaltig, 8 halbe Toasts, 1 Omelett, Tee, 5 Stück Butter, ein Schälchen Marmelade und auf Wunsch Obst- oder Orangensaft. Ich bin zufrieden.

115. Tag ( Bali 2/15 )

Januar 8, 2007

Mein Hotelwechsel am zweiten Tag

Das Frühstück heute früh war ausschlaggebend, daß ich mich auf die Suche nach einem neuen Hotel gemacht habe. Vier halbe Toasts, ein Stück Butter und Marmelade (Tee und Kaffee gratis) und bei Nachschlag Aufpreis, haben mich sehr verärgert. Wenn ich meinen Tag mit einem leeren Magen beginnen soll, finde ich das nicht so toll. Das schlechte Frühstück allein ist ein Anlaß aber noch kein Grund, des weiteren waren Schimmelränder im Bad mit Termitenkolonie und 2cm dicke Staubschicht auf allen Schaltern, Simsen, Fernseher und Lampenschirm etc. dreckiger Kühlschrank und schmutzige Tischplatten. (bauliche Mängel, wie geplatzte Fliesen, abblätternde Farbe, kaputtes Waschbecken eine aus der Wand hängende Steckdose, abgeschlagene Kanten in der Waschecke waren nicht der Aufhänger für meinen Wechsel) Den ersten Tag bin ich mit der Rezeptionistin, bei der ich eingecheckt habe, schon einmal durch mein Zimmer gegangen und habe auf die Mängel hingewiesen, mit der Bitte diese zu beseitigen. Danach war ein Mangel beseitigt, von X ausstehenden. Danach habe ich sie nochmal angesprochen und bin dann in Begleitung eines englischsprachigen Roomboy (Zimmermädchen (männlich)) nochmal durch das Zimmer gegangen und haben ihm meine Bitten mitgeteilt. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück bin ich dann nur noch runter gegangen (das Hotel ist zweistöckig und das Restaurant im 1. Stock) und habe an der Rezeption nach gefragt, ob das mit dem Frühstück korrekt ist, daß nur vier halbe Toasts gebracht werden und danach kassiert wird. „Ja, hat der Chef so angeordnet.“. Hungrig bin ich dann in ein Taxi und bin zum nächsten Supermarkt mit Bananenangebot gefahren. Der Tag hatte keinen sehr guten Start (indonesische Form der Kritik z.B. „nicht sehr schön“ = „schlecht“).

Die Fahrt zum 10 Minuten entfernten Supermarkt, man kann die Strecke nicht zu Fuß zurücklegen, weil die Luftfeuchtigkeit bei bestimmt 70-80% liegt, und man sofort klatschnaß wäre, hat ca. 50 Minuten gedauert. War aber auch willkommene Gelegenheit über alles nochmal in Ruhe nach zudenken.

Mit einem Beutel mit 20 Bananen bin ich dann den Strand in Richtung des Hotels von K&K und M gelaufen. In der derzeitigen Konstellation waren, wir 10 Taxi-Minuten auseinander. Nachdem ich mich dann mit einem französischen Pärchen über Hotels und Preise unterhalten (of course in english, Mon Français n’est pas très bon et je ne sais pas que je peux parler et que surtout je peux comprender le language. À propos je pense j’ai oublier presque tout.) haben, haben sie mir einfach ihres empfohlen. Der Preis war auch sehr annehmbar, sie haben es über eine einheimische Freundin für 70.000 Rph ($7) pro Nacht bekommen (klimatisiert und mit Pool) und mir wurde dann ein Preis von $22 angeboten (der offizielle Preis). So damit hatte ich schon die Gewissheit zu wechseln und auch etwas anderes zu finden. Ich habe mir hier und auch bei allen weiteren Anfragen immer ein Zimmer zeigen lassen.

Ich bin dann weiter am Strand lang, ich war mittlerweile 20 Taximinuten von den anderen entfernt, das macht sich für Ausflüge und andere Sachen reichlich schlecht. Immer wenn mir ein Hotel von der Optik zugesagt hat, bin ich rein und habe nach Preise und einem freien Zimmer gefragt, gerade mal 5mal oder so. Beim vorletzten Mal bin ich dann in ein sehr schönes und offensichtlich sehr teures Hotel gekommen, großer Pool, Fitnessraum, Massageangebote und weitläufiges Gelände. Nur der Preis, der war erwartungsgemäß zu hoch, $205 pro Nacht. Beim nächsten Versuch bin ich dann fündig geworden, $30 ($12 Differenz), direkt am Strand, saubere Zimmer, TV, AirCon und 5min Fußweg zu K&K und M.

Ich bin von meinem Hotel enttäuscht gewesen, war eine Empfehlung einer Indonesierin (Kollegin). Daran merkt man wie weit die Vorstellungen auseinander gehen. Man sieht ja kleinere Mängel leichter nach, bei einem annehmbaren als bei einem hohen stattlichen Preis.

Hahnenkampf vor dem Supermarkt

Auf meiner Suche nach einem „zweiten“ Frühstück ;), bin ich genau in den Stau geraten, der sich um die Festlichkeiten für hinduistische Zeremonien gebildet hat. In der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr haben die Hinduisten (Bali ist 90% hinduistisch, im Gegensatz zum Rest Indonesiens, wo 88% Muslim sind) viele Götterverehrungen und Zeremonien. Am Ziel angekommen, wurde ich aber entschädigt und konnte traditionellen Trancetänzen und einen Hahnenkampf miterleben.

Heiligabend beim Mexikaner

K&K sind tagsüber am Strand lang gelaufen und Matze lag im Pool. Katja wurde ab dem Nachmittag mit Übelkeit beschenkt und alle hatten wir leichten Sonnenbrand. So saßen wir abends nun in unserer Vierer-runde beim Mexikaner, Katja leider nur Tee, ich auch Tee und Karl und Mathias das volle Programm mit Enchiladas und Tequilla. Beim Bier und beim Tequilla wäre mir fast eine Träne über die Wange gerollt, durch meine vom Arzt verordnete Schonkost mit viel Bananen, nichts Fettem, nichts Saurem, nichts Scharfem, nichts Süßem und keinem Alkohol wächst der Appetit auf alles andere als auf Bananen immens. So habe ich mir dann widerwillig heißen Tee bestellt. Besonders unangenehm, wenn dann wieder durch den Tee Hitzewallungen auftreten und man sich den Schweiß von der Stirn wischen muß – bei einer geschätzten Umgebungstemperatur von 30-32°C.

Das mexikanische Restaurant war in Terassenform aufgebaut und auf der zweiten Stufe stand hinter dem Tresen und der Zapfanlage der Weihnachtsbaum, dazu schöne Musik à la Buenavista Social Club. Keine unangenehme Atmosphäre gewesen.

Indonesische „Ostsee“

Dadurch daß wir schon seit September hier sind, relativiert sich vieles. Ebenso die Fremdheit und Exotik Balis. Man merkt schon einige Unterschiede zu Java doch was den Strand und meine ersten Eindrücke angeht, ist es so schön wie die Ostsee für den Ostdeutschen. Soll keine Abwertung sondern nur eine Relativierung sein.

Man merkt auch, daß es schon mal bessere Zeiten gab. Wir haben viele leerstehende Zimmer und Geschäfte gesehen und die Hotels an den Stränden sind auch nicht ausgebucht.

Mas-Mas“ … „F**ken, B**sen, Bl**en alles auf dem Rasen …

Mas-Mas“, in einer Tour wird es dir von irgendwem am Straßenrand zugerufen. Ich habe mich den ganzen Tag schon gefragt, was die wohl wollen „Hmm?.“. Auf dem Nachhauseweg vom Mexikaner, sind mir dann 2 Frauen auf einem Moped gefolgt. Wieder „Mas-mas!“. Wißbegierig wie ich bin, aber ich gefragt „Can you speak english?“,“ya“,“What is ‚mas-mas‘ ?“, (mit einem abfälligen Stöhnen eingeleitet) „(idiot) Fucking love!“ (In klammernstehend hat sie nicht gesagt, aber wohl gedacht.). „Uuuh.“ ist es mir kalt den Rücken runter gelaufen, zwei wirklich nicht ansehnliche dicke alte Frauen auf einem Moped mit einem solchen Angebot. „Pfui!“, mußte gleich an die Horrorvorstellung von „Rentersechs“ 😉 mit alten dicken (häßlichen) Frauen denken. (Nicht alle Rentnerinnen sind dick und/oder häßlich. Möchte ja nicht pauschalisieren, zumal meine Großeltern das hier auch lesen. *räusper) Anschließend habe ich gefühlte 5°C empfunden und habe kurzzeitig gefröstelt.

114. Tag ( Bali 1/15 )

Januar 8, 2007

Um 12.30 Uhr sollte unser Flug losgehen. Wir (Mathias und ich) sind gegen 9.40Uhr los, um pünktlich am Flughafen zu sein. Karl und Katja (im Folgendem nur noch K&K genannt), hatten sich separat in einem Hotel im Herzen Jakartas einquartiert. So daß sie von dort aus hin gefahren sind. Um 11 Uhr waren wir da und K&K bereits eine Stunde früher. Am Checkin war das erste Mal Probe für meine Heimreise – hinsichtlich des Übergewichtes. Fünfundzwanzig Kilogramm sind erlaubt und 29kg hatte ich, somit vier über ‚Normalnull‘, somit läßt sich erahnen, wieviel Übergewicht ich auf der Heimreise haben werde, wenn man bedenkt, daß ich meine große Reisetasche und die Hälfte der Sachen noch im Boardinghaus sind.

Um 5 für halb, haben sie jam tiga belas ( 13 Uhr) als nächsten Termin genannt, der dann auch verstrichen ist, so daß wir erst um 13.30 Uhr abgeflogen sind.

Ankunft laut Plan (+Verzögerung) beim Abflug. Am Flughafen haben sich unsere Wege schon getrennt: K&K und Mathias in einem Hotel und ich in einem anderen, 10min entfernt.

Mein Hotel nennt sich Restu Bali und ist mir von einer Kollegin empfohlen und mit Rabatt besorgt worden, so daß ich in der Hochsaison für ein schätzungsweise ***-Sterne Hotel ~42€ pro Übernachtung bezahle (nur Frühstück).

Wir sind um kurz vor 17Uhr (MEZ+6+1!) in unseren Hotels gewesen, ich denke KKM auch nicht viel später. Gegen sieben haben wir uns langsam auf den Weg gemacht, um uns irgendwo zu treffen. Auf dem Weg habe ich noch ein älteres Paar von Australiern angesprochen, um nach dem Weg zu fragen. Die haben mich erst nicht für voll genommen, weil ich mit „Hallo“ angefangen habe. Sie haben auch „hallo“ gesagt und sind weiter, bis ich ihnen dann nach gerufen habe, daß es nicht nach indonesischem Stil sei, sondern ich eine konkretes Anliegen habe. Die Indonesier grüßen, nämlich fast jeden Weißen – „Hello Mister, how are you?“. Ich habe gefragt, wie ich zum Strand kommen könnte. Ihre zweite Frage war gleich, ob ich aus der Schweiz oder aus Deutschland käme – ich höre meinen deutschen Akzent gar nicht ;). Naja nach einigem Hin- und Her haben sie mir dann recht einfach erklärt, wo ich lang müßte. Sehr amüsante Unterhaltung, vor allem hatte ich noch gerätselt, ob es Briten oder Amis wären. Der australischen Akzent ist mir noch fremd.

Ok, ab in ein Taxi und „Saya mau ke Legian Beach.“ (Wir sind in Westbali, Südostasiens Massentourismusziel in Kota neben Legian und S., der Abschnitt ist mehr als 6 Meilen lang). Netter Taxifahrer, er dachte ich möchte ins Hotel „Legian Beach“, dann habe ich ihm bedeutet, daß ich den richtigen Strand, da wo der Sonnenuntergang ist. Der zweite Anlauf war erfolgreich.

Abends am Strand, keine Laternen nur dunkle Gestalten. Ich will eigentlich nur KKM treffen. Dauernd tauchen aus dem Dunkel des Strandes makabere Gestalten auf, dann wieder die gleiche altbekannte Leier „Hello Mister. How are you?. Ich denke mir „Haut bloß ab!“, wenn man 10 Mal m Tag mit … ich verkneife es … Hello Mister … mir … How are you? … aaah, ich konnte es mir doch nicht verkneifen, es ist durch gekommen, angesprochen wird und das jeden Tag nervt es einfach. Nachdem ich dann fünf Mal am dunklen Strand angesprochen wurde, dachte ich mir bevor jetzt ihr noch jmd. kommt und mir Marihuana anbietet, nehme ich doch lieber wieder die beleuchtete Strandpromenade. Dort bin ich dann fast in eine Herde Frösche getreten, also Herde ist übertrieben, aber 6 waren es schon.

Getroffen habe ich das Trio in einem italienischen Restaurant, in dem es auch recht originale Pizzen gab, ach ich schreibe einfach mal Pizzas (ist bestimmt nach neuer deutscher Rechtschreibung auch gültig. „Pizzaaaaas“ – hört sich furchtbar an.)

Auf dem Rückweg im Taxi habe ich mal auf das Taxameter geachtet, laut einer investigativen Reportagenreihe (vergleichbar Monitor in der ARD), sollen Taxameter mit auffällig schnell blinkendem Punkt in der rechten unteren Ecke getürkt sein, und zügiger abrechnen. Daraufhin habe ich den Fahrer nach und nach gefragt, ob das Taxameter denn ok sei und was das schnelle Blinken zu bedeuten hat und … solange bis er beteuert hat „I only earn honest money, no rapid money. I’m Balinese. If you don’t trust me, go to another taxi and compare, here is my ID-card and if you pay less, you get all your money back.“. Hmm, die aufkommende Nervosität und seine Erklärung haben mich einigermaßen beruhigt und meine Zweifel gedämpft, aber vielleicht sind diese Beteuerungen ja auch Teil des Programms. Zumal das Taxameter nicht in 250Rph-Schritten, wie sonst in Jakarta üblich gelaufen ist, sondern in 400Rph-Schritten. Naja die Zukunft wird es zeigen. Selbst wenn es ein Betrüger ist, hat er mich nicht mehr als um einen €uro betrogen.