Archive for Dezember, 2006

109.Tag

Dezember 22, 2006

Dialog übers Wochenende

Fragesteller: „Was hast’n du am Wochenende gemacht?“

Ich: „Nischt.“

Fragesteller: „Wie ’nischt‘ ? Mußt doch etwas gemacht haben?“

Ich: „Nö, nur ausgeruht.“

Fragesteller: „Wie nur ausgeruht? Was haste denn gemacht, daß du so kaputt warst.“

Ich: „Bißchen Durchfall, sonst nichts.“

Fragesteller: „Durchfall? Schon wieder?“

Ich: „Ja.“

Fragesteller: „Wovon denn?“

Ich „Weiß ich auch nicht“.

Fragesteller: „Warste beim Arzt?“

Ich: „Ja.“

Fragesteller: „Und was sagt’a ?“

Ich: „Keine Ahnung, hat indonesisch gesprochen.“

Fragesteller: „Ja, klar. Irgendetwas Schlimmes?“

Ich: „Nö, Magenreizung oder so.“

Fragesteller: „Haste Medikamente gekriegt?“

Ich: „Ja, Sirup und Pillen. Pillen vom Arzt sind immer gut.“

Fragesteller: „Hmm. Da haste das Wochenende quasi schlafend verbracht?“

Ich: „Ja, kann man so sagen. War aber schön.“

Fragesteller: „Wie, war schön? Du warst krank und es war schön? Hä?“

Ich: „Ja schlafen war schön. Müde sein und schlafen können war schön.“

Fragesteller: „Hattest du keine anderen Beschwerden, Kopfschmerzen … oder … Magenschmerzen?“

Ich: „Weiß ich nicht mehr … vergessen … war zu müde … war mir dann auch egal. Habe geschlafen.“

Fragesteller: „Also hattest du ein schönes Wochenende?“

Ich: „Eigentlich … ja.“

Fragesteller: „Willst du denn öfter solche Wochenenden haben?“

Ich: „Ach nein. Eigentlich ist das Schönste an diesem Wochenende, daß es vorbei ist.“

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105. Tag

Dezember 22, 2006

Der Apfelkuchen ist passé

Es hat nicht lange gedauert den Apfelkuchen nieder zu machen. Innerhalb von 15min war er alle. Ja er hat lecker geschmeckt und die Erinnerung daran wird auch jeden Tag größer.

Viele haben nur erstaunt gefragt „Was – selbst gemacht? Ihr könnt backen?“.

104. Tag

Dezember 22, 2006

Mett und Kartoffelsalat – dt. Küche in Fernost

Dieser Mittwoch ist ein ganz besonderer. Für heute haben wir uns, Karl und ich, für unsere Geburtstage eine deutsche kalte Platte bestellt. Oben im „MadDogs“ (Kneipe im GermanCenter), in der auch das Oktoberfest ausgerichtet wurde, haben wir mal nachgefragt, ob sie uns auch etwas anrichten könnten. Schlussendlich war es nur eine Frage des Preises, wie alles hier.

Das kalte Büfet war gefüllt mit Mett ( die erweiterte norddt. Variante des Hackepeters, ist meistens bereits fertig gewürzt), Kartoffelsalat und Schwarz- und Mischbrot. Für die Muslime natürliche auch eine Platte Beef (Rind).

Sehr lecker gewesen, vor allem da es selten für uns ist, schmeckt es umso mehr.

Beim Preis haben dann den Essenenden die Ohren geschlackert. 1.200.000 Rph. für ein Essen für 20 Personen, also ein Drittel eines Monatsgehaltes einer Sekretärin fanden viele schon ziemlich teuer. Umgerechnet 100€ für eine kleine kalte Platte war auch für uns nicht so billig. Immerhin wurde es von einem deutschen *****-Sterne Koch zubereitet.

Zu dritt haben wir uns fast die gesamte Mettplatte hinter geholfen, so daß die Beefplatte von 10-12 Personen in Anspruch genommen wurde. War das lecker!

Apfelkuchen nach Großmutter’s Rezept

Langsam sehnen wir uns wieder nach heimischer Speise, so daß wir immer mal wieder gewohnte Speise haben möchten, so diese Woche.

Danach sind wir um 3 Uhr nachmittags runter in die Küche gegangen und haben ein schönes Blech Apfelkuchen gemacht. Lief alles wunderbar, waren auch glücklich, daß uns der Chefkoch in seine Küche gelassen und uns mit kleinen Sachen ausgeholfen hat.

Morgen werden wir sehen, wie der Apfelkuchen schmeckt. Einen kleinen Streußel habe ich schon gekostet aber mal sehen … .

103. Tag

Dezember 22, 2006

Salat ist hier selten

… deshalb haben wir beschlossen uns einen schönen Salat selbst zu zubereiten. Daraus ist dann gemischter Salat mit Tomaten, Gurke, Zwiebeln, grünem Salat und Tunfisch geworden. Dazu noch leckeres italienisches Salatdressing.

Mal eine willkommene Abwechselung zu dem mittlerweile dann doch monoton werdenden Essen hier.

[freaky] 120% Bandbreite mit LZO-Kompression für standard HTTP Traffic

Dezember 11, 2006

Das erste Projekt war, nachdem wir festgestellt haben, dass die Internetverbinund miserabel ist, ‚Wie kann man den Zustand verbessern?‘.

In erster Instanz ist dabei meine Erfahrung mit einer Konfiguration mit OPENVPN als VPN und LZO als Kompression im Zusammenhang mit VoIP eingeflossen. Dabei konnte ich, wie auch ein Kommiliton feststellen, dass die Sprachqualität wesentlich verbessert wurde, wenn die Kompression eingeschaltet war. Bei VoIP spielt die Verzögerung eine große Rolle, abgesehen von der Bandbreite (war damals kein Problem).

So mit einem Versuchsaufbau konnten wir nun überzeugend belegen, dass 20% mehr HTTP-Daten über eine Verbindung gehen können. Somit sind unter den hiesigen Bedingungen bei 64 kBps immerhin 12kBps zusätzlich möglich- über den Tag ~2GB mehr.

OPENVPN tunnelt wohin ?

Gedacht war ein Szenario in dem zwischen der SGU und beispielsweise einem Provider in Deutschland mit Rootserverangebot eine Verbindung aufgebaut wird.

Warum Deutschland, wieso nicht Indonesien ?

Weil Deutschland um ein Vielfaches besser an das Internet angebunden ist als Indonesien. Somit gehen wir mit 64kBps aus Indonesien nach Deutschland und gehen in Deutschland ins Internet und haben durch Kompression effektiv 76 kBps.

Soweit, ist das nicht langsamer ?

Ja, mindst. ~300ms zusätzlich zu jeder Anfrage. Da aber das Szenario auf Mail- und Webservices abzielt, die nicht zeitkritisch sind, ist es egal. Ob nun 30s oder 30,3s auf eine Seite gewartet wird, ist dabei unwesentlich.

OPENVPN mit oder ohne Verschlüsselung ?

Natürlich mit.

Ist dann der Zugewinn nicht niedriger ?

Nein. So wie ich beschrieben habe.  Alle Tests liefen mit Standard PreShared-Key Konfiguration.

So,  hoffe es war verständlich und interessant.

hier noch einige Links:

dt. Backbone in Frankfurt (Kapazität von 451 Gbps, genutzt ~ 100Gbps)

Entwicklung der Bandbreite weltweit von 2000-2002

einige Statistiken über Indonesien und die Internetnutzung (01/2005: peak ~3 Gbps)

[freaky] Security bei Webanwendungen

Dezember 9, 2006

Ich habe mich hier, nachdem ich meinen ersten Funktionsprototypen vorgestellt habe, mit der Sicherheit und der Überarbeitung meiner Anwendungen beschäftigen müssen.

Um zumindestens XSS und SQL-Injections zu verhindern.

100.Tag

Dezember 9, 2006

Heute ist einhunderste Tag, somit sind wir nur noch 50 Tage in Asien. Ich freue mich schon wieder auf Deutschland.

 

alt sein = krank sein ?

 

Karl ist krank, Gliederschmerzen. Karl, Mathias und Mathias sind heute zum Arzt gefahren, bin mal gespannt, was dabei heraus kommt. Tja Karl alter Mann, mit dem Alter kommen auch die Schmerzen ;). Über Kranke macht man keine Witze, aber ich weiß dass du es erst lesen wirst, wenn du wieder gesund bist, alter Mann.

 

Verteidigung zwischen Brasilien <–> Indonesien – Master of Science

 

Diese Woche ist ein interessantes Projekt hinzu gekommen. Jmd. in Brasilien möchte via Internet sein Masterarbeit verteidigen, gegenüber Professoren, die in Jakarta und Singapur sitzen. Voraussetzung dabei ist ein annähernd verzögerungsfreie Sprachkommunikation via Skype und wenn möglich auch eine Videoverbindung.

Sehr interessant.

93.Tag

Dezember 4, 2006

Das Barbeque

Heute, am Samstag, sind wir zum Barbeque bei einer Kollegin eingeladen. Fast alles Moslem, somit ist es Huhn und Rind geworden, Rinderbouletten etc. hat aber sehr gut geschmeckt. Ich hatte mich richtig gefreut zumindest wieder ordentlich zu essen, nach einer halben Woche mit Bananen und Tee.

Weihnachtsmarkt mit Glühwein

Das absolute Highlight am Samstag war ohne zweifel der deutsche Weihnachtsmarkt im Hotel Arya Duta. Der war von der deutschen Gemeinschaft im Raum Jakarta organisiert. Dort konnte man auf deutsch einen Glühwein bestellen, dort konnte man auf deutsch ein Bier kaufen. Dort musste man wieder aufpassen, dass man nicht alles sagt, was man denkt, da der Nachbar es verstehen konnte. Es war schön, mal wieder ein kleines bißchen Heimatluft zu schnuppern.

Deutsche Frauen, deutsches Bier … . Im Ausland wird man Patriot.

90.Tag

Dezember 4, 2006

Am Montag habe ich mir durch zu fettes Essen einen Rückfall eingehandelt und werde nun die nächsten Tage nur Bananen essen und Tee trinken. So auch heute.

Bürokratie light

Heute hatten wir ein sehr seltenes positives Erlebnis hier. Wir waren im Amt für Einwanderung, dort wollten wir unser Visum verlängern, und haben uns schon auf 2-3 Stunden warten und rum sitzen eingestellt. Doch wir wurden eines besseren belehrt und am Eingang vom ausführenden Beamten abgeholt und zack-zack eins-zwei-drei schurrstracks Photo, Fingerabdrücke, 6 Unterschriften und 10min später waren wir alle 3 wieder draußen.

So etwas kann man selbst in Deutschland nicht erleben.